Amazon.de Widgets
Home Reviews – Erklärung Wertungssystem

Reviews – Erklärung Wertungssystem

von Max Flor

Jedes Spiel muss anders gewertet werden. Die Balance, das Gameplay, die Narrative, die Charakterentwicklung und das Auftreten von Charakteren allgemein. Es gibt vieles, was ein Spiel bieten kann, und vieles, was nicht unbedingt auf die Goldwaage gelegt werden muss. Anderes hingegen schon. Hier die Grundprinzipien:

Inhalt

Modell für Story-Singleplayer

Beispiel-Review Life is Strange

Beispiel-Review Mittelerde: Shadow of Mordor

Vergleich mit etablierter Fachpresse

Story-Singleplayer (Fokus auf Story, kein / nicht zwingend Open-World, Waffen etc).

Auftreten 20%

  • Wie wurde die Welt umgesetzt, kann man in sie eintauchen, wie in ein gutes Buch.
  • Wie harmonieren Soundtrack und Spiel zusammen.
  • Welchen Eindruck hinterlässt das Spiel zu Beginn?
  • Ist es technisch gut umgesetzt, dass man das Spiel genießen kann?
  • Wurden an Details gedacht, um eine glaubhafte Welt zu verkaufen?

Spieldesign, Grafik und Atmosphäre 20%

  • Wurde die Geschichte gut in Aufgaben, Missionen und/oder Abschnitten verarbeitet, sodass man zum Spielen angeregt wird?
  • Passt die Welt zu der Story, lädt sie zum Entdecken ein wenn Open-World oder lohnt es sich, sie zu erkunden?
  • Passen Sound- und Grafikdesign zusammen, erreichen sie ihr Ziel?
  • Allgemeines Gefühl im Spiel.

Gameplay, Schwierigkeit, Balance 10%

  • Bietet das Gameplay Möglichkeit, in die Story zu vertiefen?
  • Ist die Schwierigkeit der Geschichte angepasst?
  • Passen Elemente zu der Story

Story und Narrative 40%

  • Gibt es einen roten Faden (oder bei einem Entscheidungsspiel: Haben diese tatsächliche Auswirkungen und lassen uns so die Geschichte tatsächlich „selbst“ schreiben?)
  • Hat die Geschichte Spannungsbögen, ist sie logisch erzählt, wie beginnt und endet das Spiel
  • Hat der/die Protagonist/en einen Charakter, kann man sich in sie hineinversetzen, wie wirken andere Charaktere im Spiel, wie ist die Charakterentwicklung. Wenn Antagonist, wie wurde dieser in das Spiel eingebaut. Kann man logische Schlüsse ziehen.

Umfang 10%

  • Welt zu groß/klein?
  • Missionen, Aufgaben passend zum Spielkonzept?
  • Wiederspielwert (Gute Geschichten erlebt man gerne zwei Mal)

Um eine Beispiel-Wertung zu erhalten, ziehen wir einfach mal ein geliebtes Spiel von mir heran, welches ich in- und auswendig kenne. Life is Strange. Den ersten Teil. Jede Kategorie wird mit den Elementen des Spiels kurz beschrieben und erhält eine Einzelnote mit Gewichtung, aus der sich die Kategorie-Note ablesen lässt. Und die Kategorie-Noten entscheiden dann über die finale Note.

Jedes Spiel muss anders gewertet werden. Die Balance, das Gameplay, die Narrative, die Charakterentwicklung und das Auftreten von Charakteren allgemein. Es gibt vieles, was ein Spiel bieten kann, und vieles, was nicht unbedingt auf die Goldwaage gelegt werden muss. Anderes hingegen schon. Hier die Grundprinzipien: (In der Review selbst wird genaustens auf jeden Punkt entsprechend eingegangen)

++ Wiegt besonders gut, hohe Gewichtung

+ Wiegt gut, normale Gewichtung

+- Durchwachsen, normale Gewichtung

– Wiegt schlecht, normale Gewichtung

– – Wiegt besonders schlecht, hohe Gewichtung


Life is Strange Test-Wertung

Auftreten 9,4 von 10

  • + Kleinstadt mit dem gewissen Flair ( 10 – 20%)
  • + Das “Erwachsenwerden” mit packender Story (10 – 20%)
  • + Künstlerische Detailarbeit (10 – 20%)
  • + Stimmig in Sound, Musik und Story. (10 – 20%)
  • +- Animationen fast immer perfekt dem Charakter angemessen (9 – 10%)
  • – Teils emotionslose Gesichter (5 – 10%)

Spieldesign, Grafik und Atmosphäre 9,8 von 10

  • + Wunderschöne Aquarell-Grafik (10 – 20%)
  • + Zeitreisen, Story und Rätsel-Aufgaben wunderbar im Zusammenspiel (10 – 30%)
  • + Die Musik passt sich Situation und Ort an, sorgt für Kribbeln unter der Haut und perfekte Atmosphäre (10 – 20%)
  • + Interface nicht aufdringlich und dem Stil entsprechend (10 – 10%)
  • Welt lädt zum Erkunden ein, viele Persönlichkeiten zum Unterhalten. Viele Geschichten, die es zu Entdecken gilt! (10 – 10%)
  • +- Viele Entscheidungen, selten ohne einen Sinn (8 – 10%)

Gameplay, Schwierigkeit, Balance 9,4 von 10

  • + Teils knifflige Rätsel, dank Rewind-Fähigkeit einfach perfekt in Harmonie (10 – 40%)
  • + Einfache Steuerung, gepaart mit schweren Entscheidungen (10 – 20%)
  • + Hinweise zu Objekten etc. sichtbar, aber nicht aufdringlich (10 – 20%)
  • + Das beklemmende Gefühl in Ep. 4 (Story und Gameplay-Mix perfekt)
  • +- Schleichen in Ep. 3 etwas unnötig (7 – 20%)

Story und Narrative 9,3

  • ++ Die Story ist packend, hat ausgewogene Spannungsbögen und passende Cliffhanger zu Enden einer Episode, führt auf ein Ziel hinaus, verliert den roten Faden nicht. (10 – 30%)
  • + Guter Einstieg in die Story, langsames herantasten und spektakuläres Ende (Ende Ep. 4 und gesamte Ep. 5 zählt hier als Ende, wer es gespielt hat, versteht es) (10 – 10%)
  • + Das beklemmende Gefühl in Ep. 4 (Story und Gameplay-Mix perfekt) (10 – 10%)
  • + Als Max in Max mit selbigen Probleme des echten Leben ist ein eintauchen in die Welt von Life is Strange… zu einfach. Zu packend. Aber auch so ist Max ein wenig Klischee, dennoch eine interessante Persönlichkeit. Entwicklung der Freundschaften und Feindschaften in einer Woche logisch, sinnvoll und nachvollziehbar. (10 – 10%)
  • + Gute Plot-Twists die im Zusammenspiel mit der Rewind-Fähigkeit besonders interessant ausgespielt werden. (10 – 10%)
  • +- Spannende Background-Story (Tagebuch, Charakter-Einträge aus der Sicht von Max), “gedankliches” Vorlesen wäre als Option besser. (8 – 10%)
  • +- Entscheidungen haben Auswirkung auf die Geschichte, aber keine auf das Ende. (6 – 10%)
  • – Teils leichte Logikfehler zu Beginn, wiegen dafür schwerer. (5 – 10%)

Umfang 10 von 10

  • + Fünf Episoden, wer es “genießt”, genießt 3-4h mindestens pro Episode (10 – 25%)
  • + Abwechslungsreich in jeder Hinsicht, mit hohem Wiederspielwert (10 – 25%)
  • + Mini-Game in Form von Fotos schießen. (10 – 25%)
  • + Viel Story abseits der Hauptgeschichte (10 – 25%)

In diesem Beispiel, einer Bewertung die ich so durchaus ernst meine, würde Life is Strange in der Gesamtwertung wie oben im Header mit 9,5 abschneiden.

Um ein Gegenbeispiel zu zeigen, Mittelerde: Shadow of Mordor. Ein RPG mit Open-World und Stealth- und Fight-System.

Mordors Schatten Test-Wertung

20% Auftreten 7,3

  • + Schöner Nachbau Mordors (10 – 20%)
  • + Große Spielwelt (10 – 20)
  • +- aber wenig “Entdeckungspotential” (6 – 30%)
  • – Story mittelmäßig gut rüber gebracht (5 – 30%)

20% Spieldesign, Grafik und Atmosphäre 7

  • ++ Gut überdachte Weltgestaltung, bietet viele Möglichkeiten auch einen Angriff zu starten (9 – 20%)
  • + Teils gute Musik in Kampf- und Story-Situationen (8 – 10%)
  • + Sound und Synchro gut bis sehr gut (9 – 10%)
  • + Cutscenes gut und detaillierte Weitsicht (9 – 10%)
  • + Schöne Grafik… (8 – 10%)
  • +- Welt dynamisch, aber besonders in offenen Gebieten eintönig im Design (7 – 10%)
  • – … oft aber auch matschig, karge Natur grafisch schlecht ausgearbeitet. (5 – 10%)
  • –  – Sorgt für wenig Atmosphäre, trotz Gollum. Konnte Tolkien-Flair und Herr der Ringe-Filme um Längen nicht nahe kommen. (3 – 20%)

30% Gameplay, Schwierigkeit, Balance 4,9

  • + Leichtes bis forderndes Gameplay, guter Mix (10 – 10%)
  • + Dank stärker werdenden Häuptlingen (9 – 5%)
  • + Gutes Stealth-Gameplay, abgeguckt von Assassins’s Creed, dennoch in besser. (9 – 5%)
  • + Gutes Kampf-Gameplay, Bogen etwas seltsam (9 – 10%)
  • + Nur Schwert, Dolch und Bogen als Waffe, dafür anpassbar mit Runen (8 – 5%)
  • + KI geht weitestgehend in Ordnung und Häuptlinge fordern dank spezieller Fähigkeiten und “Lern-Effekt”. (8 – 5%)
  • +- Story eher wenig fordernd. (6 – 5%)
  • +- Nemesis-System teils nett, aber auch teils nicht der Rede wert. (6 – 10%)
  • – Oft haklige Kletter- und Laufanimationen  (4 – 5%)
  • –  – Viele Fähigkeiten und Runen sind völlig nutzlos (3 – 20%)
  • –  – Ob 10 oder 50 Orcs und Uruks, es greifen nur maximal zwei an und vielleicht ein Speer-Werfer, den wir entsprechend zuerst ausschalten. Sogar drei Häuptlinge dazu machen die Situation nicht schwieriger, im Fall der Fälle kurz weglaufen und eine Pflanze ernten. (1 – 20%)

20% Story und Narrative 3,2

  • + Story beginnt geheimnisvoll und interessant (8 – 10%)
  • – Protagonist Talion kaum interessant und hat keine Persönlichkeit (3 – 10%)
  • – Celebrimbor viel interessanter als Talion. Zu wenig Einsätze (5 – 10%)
  • – Rache-Story für den gesunden Egoismus bei Talion bis zur Schmerzgrenze ausgereizt. Danke, wir wissen, dass du nur für deine Frau so viele Uruks abschlachtest. (2 – 30%)
  • – Cliffhanger-Ende unerwartet, unspannender Endkampf, plötzlich wird Talion selbstlos. What? (2 – 20%)
  • – Neben-Charaktere zu kurz angerissen, zu viel Potential verschenkt (3 – 10%)
  • – Zu wenig Gollum, nur da, um da zu sein. (5 – 10%)

10% Umfang 5,2

  • + Große Spielwelt, ist dynamisch und bietet viele Nebenmissionen und diverse Herausforderungen      (9 – 20%)
  • +- Story hat eine gesunde Länge, geht aber mehr und besser ausgearbeitet (6 – 20%)
  • – Ansonsten wenig zu Erkunden (5 – 20%)
  • –  – Ohne DLCs kaum Wiederspielwert (3 – 40%)

Mittelerde: Mordors Schatten hätte von uns nur die Wertung 5,5 erhalten. Das klingt erstmal nach einem sehr schwachen Wert. Nun die Auflösung mit dem Ziel unseres Wertungssystems.

Vergleichen wir unsere Wertungen mit denen der Fachpresse. (Nach Bedarf rechnen wir in unser Nummern-System um)

Life is Strange

Wir GameStar spieletipps Gamespot PCGamer IGN Spain
9,5 8,5 8,3 8 7,7 8,6

Mordors Schatten

Wir GameStar spieletipps Gamespot PCGamer Gamesplanet
5,5 8,2 8,5 8 8,5 9,5

Bei Life is Strange haben wir eine besonders hohe Bewertung, bei Mordoers Schatten eine sehr abweichende. Abweichend auch von eingängigen News-Portalen. Wer sich die Reviews durchliest, wird oft sehen, dass viel als “gut” verkauft wird, was anscheinend zu stark gewichtet wird. Sie sind nicht gefälscht, jedoch “geschönt”. Mit unserem Wertungssystem kann man, wenn man will, genau nachvollziehen, wie es zu der Gewichtung kommt (Wie erwähnt dann in einem Haupt-Review erklärt). Vor allem findet aber auch eine große Unterscheidung zwischen Spieletypen, Genres und mehr statt. Besonders positives wird besonders hoch gewichtet usw. Dies führt zu mehr Transparenz und zu einer ehrlichen Wertung.


Copyright © 2017 GameBreaking